Flexible Eingangsphase an der Herzbergschule

Alle Kinder sind verschieden! Sie haben unterschiedliche Begabungen, jeweils andere Stärken und Schwächen. Ihre Entwicklung verläuft in ganz individuellen Zeitrastern und Wegen. Wenn Kinder eingeschult werden, dann kommt keine Gruppe gleichförmiger Jungen und Mädchen zu uns, sondern wir treffen auf jeweils einzigartige Individuen. Darauf müssen wir uns einstellen und jedes Kind dort abholen, wo es bezüglich seiner Entwicklungen und Neigungen steht. Dies geschieht durch Individualisierung und Differenzierung.

Der flexible Schulanfang hat das Ziel, leistungsschwache und leistungsstarke Schülerinnen und Schüler gleichermaßen und individuell zu fördern. Um dies umzusetzen, wird im flexiblen Schulanfang jahrgangsübergreifend unterrichtet. Durch die jahrgangsübergreifende Zusammensetzung der Klasse findet bereits eine innere Differenzierung statt. Leistungsstärkere Schüler/innen können von und mit Kindern aus dem zweiten Schulbesuchsjahr lernen. Leistungsschwächere Schüler/innen aus dem zweiten Schulbesuchsjahr können den Unterrichtsstoff des Schulanfangs noch einmal vertiefen.

Der flexible Schulanfang umfasst die Zeit von der Einschulung bis zum Ende des 2. Schuljahres. Mit dem Begriff „flexibler Schulanfang“ ist folgendes Konzept verbunden:

  • In den ersten beiden Schuljahren lernen die Kinder in jahrgangsübergreifenden Lerngruppen.
  • Der Unterricht in diesen Gruppen ist individuell auf jedes Kind bezogen.
  • Die Kinder können unterschiedlich lange in dieser Gruppe verweilen (1 bis 3 Jahre).
  • Alle schulpflichtigen Kinder werden ohne Überprüfung in die Schule aufgenommen. Es finden keine Zurückstellungen mehr statt.
  • In jeder Gruppe arbeitet für einige Wochenstunden eine weitere Lehrkraft oder eine Sozialpädagogin mit.